Wenn Scham das Reden über Sexualität verschließt
Viele Paare können über fast alles sprechen — nur nicht über ihre Sexualität. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil Scham im Weg steht. Dabei liegt genau hier oft der Weg zu mehr Nähe. Behutsam begleitet: online, deutschlandweit, oder in meiner Praxis am Chiemsee. Ein Erstgespräch kostet nichts.
Warum fällt es gerade in einer festen Beziehung so schwer, über Sexualität zu reden?
Weil mit der Nähe auch die Angst wächst, den anderen zu verletzen oder abgewiesen zu werden. Je mehr auf dem Spiel steht, desto größer wird oft das Schweigen.
Kann Scham auch etwas Gutes sein?
Ja. Scham schützt einen sehr persönlichen, verletzlichen Bereich. Schwierig wird sie erst, wenn sie alles verschließt und gar kein Gespräch mehr zulässt. Ein wenig Scham gehört zur Sexualität dazu.
Was ich in vierzig Jahren immer wieder erlebe: Das Schweigen über Sexualität ist selten ein Zeichen von Gleichgültigkeit. Meist ist es das Gegenteil — es ist Vorsicht. Man möchte den anderen nicht verletzen, sich nicht bloßstellen, nichts kaputt machen. Und so bleibt das Wichtigste ungesagt.
Der erste Schritt ist fast nie der große. Er ist klein und leise: ein Satz, der die Hemmung selbst benennt. »Ich finde es schwer, darüber zu reden« ist schon ein Anfang — und oft ein größerer, als er sich anfühlt. Denn er zeigt dem anderen, dass Sie sich öffnen möchten, auch wenn es Überwindung kostet.
Wenn das Schweigen aber schon lange dauert oder alte Prägungen dahinterstehen, an die Sie allein nicht herankommen, müssen Sie das nicht zu zweit lösen. Manchmal braucht es einen sicheren, wertfreien Raum mit einer dritten Person, damit möglich wird, was allein zu schwer ist. Behutsam und in Ihrem Tempo: online, bequem per Video von zu Hause aus, deutschlandweit, oder in meiner Praxis am Chiemsee. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und kostenlos. Ich höre zu, ohne zu urteilen.