Oedipus und Elektra – was unsere Kindheit mit unserer Partnerwahl macht
Partnerschaft

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Hallo, schoen, dass du da bist.
Dieser Artikel dauert ungefaehr 11 Minuten. Er blickt zurueck — weit zurueck. In eine Zeit, an die wir uns kaum erinnern koennen. Und die uns trotzdem praegte.
Ein Mann erzaehlte mir einmal, dass seine Frau "genauso streng und gleichzeitig genauso warm" sei wie seine Mutter. Er sagte das laechelnd. Und dann wurde er nachdenklich.
"Ist das jetzt beunruhigend?" fragte er.
"Nein," sagte ich. "Es ist menschlich. Und es ist gut, dass du es merkst."
[Kurze Pause. Einatmen.]
Atme einmal mit mir. Ein — zwei, drei, vier. Und aus — zwei, drei, vier, fuenf, sechs. Gut.
Goethe hat einmal geschrieben:
Der Mensch erkennt sich nurim Menschen — nur das Lebenlehrt jeden, was er sei.Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre — Johann Wolfgang von Goethe
Wir erkennen uns in anderen. Und manchmal suchen wir in anderen, was wir aus der Kindheit kennen — ob wir es wollen oder nicht.
Was Freud meinte — und was er nicht meinte
Sigmund Freud beschrieb den Oedipuskomplex als Phase in der fruehen Kindheit, in der ein Kind unbewusste Gefuehle des Begehrens gegenueber dem gegengeschlechtlichen Elternteil entwickelt — und Rivalitaet gegenueber dem gleichgeschlechtlichen.
Carl Gustav Jung ergaenzte mit dem Elektrakomplex — dieselbe Dynamik fuer Maedchen in Bezug auf den Vater.
Das klingt nach Skandal. Und Freud hat oft zu weit generalisiert. Aber der Kern seines Gedankens ist bis heute relevant: Fruehere Beziehungen praegen spaetere.
Was das fuer die Partnerwahl bedeutet
Wir suchen oft — nicht immer bewusst — Muster, die uns vertraut sind. Wer einen warmen, zugewandten Vater hatte, sucht Waerme in Partnern. Wer einen distanzierten Vater hatte, findet manchmal Distanz seltsam vertraut — und waehlt Partner, die sie spiegeln.
Das ist keine Krankheit. Es ist ein Mechanismus. Unser Gehirn kennt das Vertraute — und vertrautes fuehlt sich sicher an, auch wenn es schmerzhaft ist.
Verstehen heisst: Ich muss dem Muster nicht folgen. Aber ich kann es sehen. Und dann entscheiden.
Was das fuer Paare bedeutet
Manchmal steckt in Partnerkonflikten mehr als das konkrete Thema. Er ist enttaeuscht — aber vielleicht von der Enttaeuschung seiner Mutter. Sie sucht Bestaetigung — vielleicht weil der Vater wenig gab.
Das zu verstehen macht niemanden kleiner. Es macht verstaendlicher — und dadurch: naeher.
Was Bindungsmuster damit zu tun haben, habe ich hier vertieft: Bindungstheorie in Beziehungen.
[Jetzt ruhig. Den naechsten Absatz mit Raum sprechen.]
Atme noch einmal. Ein — zwei, drei, vier. Aus — zwei, drei, vier, fuenf, sechs. Gut.
Wer weiss, woher seine Muster kommen, ist ihnen nicht mehr ausgeliefert. Verstehen ist der erste Schritt zur Freiheit.
Suchen wir wirklich unsere Mutter oder unseren Vater in Partnern?
Nicht immer. Aber Muster aus frueher Kindheit sind real und gut belegt. Manche suchen aehnliche Qualitaeten. Andere suchen bewusst das Gegenteil — und wiederholen das Muster trotzdem anders.
Ist Freud noch relevant?
Teils. Viele seiner konkreten Theorien sind ueberholt. Aber die Grundidee — dass die Kindheit das Erwachsenenleben praegt — ist durch moderne Bindungsforschung bestens belegt.
Was kann man tun, wenn man das Muster erkennt?
Erstmal hinschauen. Dann benennen. Und dann — wenn noetig — mit Begleitung veraendern. Das dauert — aber es ist moeglich.
Wenn du deine Muster verstehen und veraendern moechtest: Das Erstgespraeche ist kostenlos. Ich bin da.
Mehr zur Paartherapie: www.juergensturm.de/paartherapie.
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[Produktionsnotiz: Nachdenklich, etwas schmunzelnd. Was kursiv steht, nicht einlesen.]
Goethe hat einmal geschrieben:
Der Mensch erkennt sich nur im Menschen —nur das Leben lehrt jeden, was er sei.Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre — Goethe
Ein Mann sagte mir einmal: "Meine Frau ist genauso streng und gleichzeitig genauso warm wie meine Mutter." Dann wurde er nachdenklich. "Ist das beunruhigend?"
"Nein," sagte ich. "Es ist menschlich."
Oedipus- und Elektrakomplex — das klingt nach Freud und nach Theorie. Aber der Kern ist sehr real: Wir suchen in Partnern oft Muster, die uns aus der Kindheit vertraut sind. Im Artikel erklaere ich, was das bedeutet — und was man damit machen kann. Link im ersten Kommentar.
Den ganzen Artikel findest du auf meiner Homepage — Link im ersten Kommentar.
[Tipp: Link zu www.juergensturm.de/post/oedipus-elektrakomplex-partnerwahl in den ersten Kommentar setzen.]
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Suchst du in deinem Partner deinen Vater oder deine Mutter?
Nicht bewusst. Aber oft.
Was Oedipus- und Elektrakomplex wirklich bedeuten — und was unsere Kindheit mit unserer Partnerwahl macht. Im Artikel, Link in der Bio.
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[Hashtags: #Paartherapie #Montag #Beziehung #Paartherapeut #PrienamChiemsee]
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